Aus der Vereinsgeschichte
Persönliche Erinnerungen nicht mehr aktiver Vereinsmitglieder
Ewald Brunner
Er war 1953 an der Neugründung des Schützenvereins als „Sportschützenverein Herten“ beteiligt und wurde 1953 bereits Mitglied der Vorstandschaft. Von 1974 bis 1988 war er 1. Vorstand. Er war beteiligt
an der Planung und Ausführung aller Bau- und Reparaturmaßnahmen am Schützenhaus - 2006 an der Anbindung der Wasserversorgung ans öffentliche Wassernetz einschließlich der dazu gehörenden Abwässerung.
Aus Ewald Brunners Sicht wurde 1953 der neue Vereinsname bewußt gewählt, um die sportliche Seite des Schießens hervor zu heben, den sportlichen Vergleich mit den Schützen anderer Vereine.
Besonders beeindruckt haben ihn die Preisschießen in den 50er und 60er Jahren. Da gab es gelegentlich Preise, die das Herz höher schlagen ließen – z. B. einen Fernsehapparat.
Die Preisschießen waren den Mitgliedern aller Vereine zugänglich. Natur-
gemäß entwickelte sich ein stiller Wettbewerb zwischen den besten Schützen der Vereine um die eine oder andere begehrte Trophäe. Für die Hertener Schützen gab es dabei manche Verstimmung. So erfolgreich sie auch mit wenigen Serien waren, es fanden sich immer wieder Schützen, die nach ihnen nochmals Serien schossen und schließlich die begehrten Preise weg schnappten, mit denen sie selbst geliebäugelt hatten. Die da immer wieder mit weiteren Serien antraten waren bald bekannt und gefürchtet, unter anderem auch deshalb, weil sie finanziell in die Vollen gehen konnten.
Es war für Ewald Brunner eine große Genugtuung, daß er sich 1958 bei einem Preisschießen in Hüningen gegen die „Gefürchteten“ durchsetzen und den 1. Preis nach Hause entführen konnte – ein Kaffeeservice.
Die Schießkarte dieses Tages (Abb. auf Seite ..) zeugt noch heute von seinem Können, zumal die Sportwaffen damals weit weniger entwickelt waren. Genugtuung auch bei weiteren Preisschießen, wenn er Zweiter hinter den „Gefürchteten“ wurde.
Blick vom Eigenturm
