33 Jahre hat er als Bauleiter gearbeitet. Dazu gehörte, daß er viel unterwegs war und unregelmäßig nach Hause kam. Der Bau des eigenen Hauses verschlang Zeit und für die Familie sollte er auch da sein. Da blieb wenig übrig für ein regelmäßiges Training. Schießen aber war ihm Entspannung vom der beruflichen Anspannung –
bis 1992 ein Infarkt ein Ende setzte.
1957 kam er in Rheinfelden zum Schießsport. Da die Trainingsumstände zeitraubend waren, fand er für sich eine praktikable Lösung an seinem damaligen Wohnort in Warmbach. Das Haus, in dem er mit seiner Familie wohnte, stand auf der Rheinseite der Basler Landstraße; eines der Fenster zeigte zum Rhein. Am Rheinufer setzte er einen Pfosten mit Kugelfang; außen am Fenster hatte er ein Gestell für den Seilzug angebracht. So konnte er täglich 60 Schuß trainieren; Grundlage für spätere Erfolge, erst in Rheinfelden, später in Herten.
1963 erwarb er für die gewachsene Familie in Herten ein Grundstück; darauf standen 5 Pfirsichbäume, erinnert er sich. Zumeist mit seinem Bruder baute er in den Jahren
1964/65 den Kern des Hauses. Die Familie zog ein, noch bevor eine Haustür eingebaut war. In den Jahren darauf erhielten Haus und Garten die heutige Gestalt.
Hertener Schützen wie E. Dietsche, E.Brunner, E.Wolff, K.Ehret, die ihn aus Rundenwettkämpfen kannten und die nach dem passenden vierten Mitglied einer Mannschaft suchten, konnten in schließlich für den Hertener Schützenverein gewinnen. Das war 1965. Wegen Hausbau, Arbeit auf wechselnden Baustellen und Wettkämpfen konnte er nur wenig Zeit für den Bau der LG-Halle in Herten auf- bringen. Zwei Wochenenden half er, die Schutzwände hoch zu ziehen. (In Rhein-felden hatte er noch viel Zeit beim Bau des 50-m-Standes, einer reinen 3-Mann-Arbeit, eingesetzt.
Neben Rundenwettkämpfen, Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften nahm er an wenigstens drei Deutschen Meisterschaften teil; in Wiesbaden und Freiburg noch auf Ständen im Freien, Wind und Hitze ausgesetzt, nach der Olmpiade 1972 in München in der neuen LG-Halle mit 42 Ständen. Neben sich sieht er noch heute Schützen wie Hans Winzer („der beständigste Schütze“, den er kennt) oder Peter Bruch („der auf-strebende Jungschütze“ aus Herten).
1982 wurde er in der Altersklasse Südbadischer Landesmeister mit dem Zimmer-stutzen/15 m Distanz. Voller Stolz zeigt er die Meistermedaille und die Ehren- medaille, die der SSV Herten aus diesem Anlaß ihm überreichte. Verständlich, daß er einen Vermerk dazu in der Festschrift des Vereins von 2009 vermißte. 1992 erkannte der Verein ihm die Ehrenmitgliedschaft zu.
Was sagt er, in seinen besten Jahren erfolgreich, zu den Leistungen der jungen
Gewehrschützinnen ? „Bewunderswerte Ringzahlen“ !
Nach 49 Jahren Verbindung zum Schießsport und bezogen auf viele, auch inter-nationale Begegnungen steht er auf dem Standpunkt, daß 99% der Schützen
„anständige, ehrenhafte Leute“ sind. Wir zählen ihn dazu, weil er die Waffen, die er besitzt und seinem Sohn vermachen will, in einem aktuell geforderten, zugriffs- sicheren Stahlschrank untergebracht hat. (hp)
Blick vom Eigenturm
