Aus der Vereinsgeschichte

 

Persönliche Erinnerungen nicht mehr aktiver Schützen

 

Rolf Hühnerbein

Im Wohnzimmers gruppieren sich links neben der Tür an der Wand Medaillen am Band. Zweien davon kommt eine besondere Bedeutung zu: die eine errang er bei einem Armbrustschießen in Zürich, sie fiel ihm mit der begehrten Schieblehre zu; die andere erhielt er von seinem OSM für eine außergewöhnliche Nachtwache im Schützenhaus.

Im Juni 1977 kam er zum Verein, im Januar 1978 wurde er als ordentliches Mitglied aufgenommen. Geschossen hatte er vorher nicht. Bei einem Krankenhausaufenthalt hatte er mit einem Reservisten lange Gespräche über sportliches Schießen und der vermittelte ihm ein KK-Gewehr. Wohin damit? Natürlich in einen Schützenverein!

Beim SSV geriet er mitten in den Neubau des KK-Gewehr- und Pistolenstandes. Begrüßt wurde er vom damaligen OSM mit der Frage: Was kannst Du (beim Bau) ? Seine Antwort qualifizierte ihn umgehend zum Standwart. Da ging es fortlaufend um kleinere und größere Reparaturen, ab und an auch um den Neu- oder Umbau von Sportanlagen.

Geschossen hat er auf dem alten und dem neuen Stand, erst mit einer Vereinspistole, dann mit der eigenen, die er dem Polier Strauß abkaufte. Neben den erfolgreicheren Pistolenschützen Günther Dudka und Dieter Pagels sieht er sich noch heute als Schützen mit eher mittleren Erfolgen. Sein größter Erfolg war eine Scheibe mit 5 Zehnern in einer Serie.

In seiner „Bude“ im ersten Stock ziehen ganze Kartuschen mit Dias von Vereinsereignissen an mir vorbei: Vereinsausflüge, Vereinsfeste, Mannschaftstreffen mit den Ehefrauen und immer wieder Bau, Bau ... eine wahre Schatzkammer. Er verspricht, Dias zusammen zu stellen, damit wir sie auf CD bringen können. Damit kann der Verein dann die Veränderungen am Schützenhaus und auf den Ständen von Bauabschnitt zu Bauabschnitt im Bild dokumentieren.

Letzte Überraschung: er rezitiert aus dem Gedächtnis selbst verfaßte Verse für die Schnitzelbank zu einer Königsfeier, mit denen er den damals jungen Schützen Günther Dudka und Peter Bruch rote Ohren verpaßte. (hp)