Aus der Vereinsgeschichte

 

Persönliche Erinnerungen nicht mehr aktiver Vereinsmitglieder

 

Rolf Kiefer

Von sich konnte er sagen, daß er Jugendleiter und Trainer, daß er zweiter Vorstand und zweimal erster Vorstand war. Wann das war, konnte er nicht sagen, weil er, so behauptete er, kein Zahlengedächtnis habe. Mit dem einen oder anderen Foto ließen sich dann doch einige Ereignisse datieren, z.B. daß er 1982 Ehrenmitglied wurde - nach 25 Jahren Vereinszugehörigkeit.

Zum Sportschießen kam er dank seiner Onkel: Ewald und Helmut Brunner. Sonntags nach der Kirche ging’s zum Schützenfest. Dort durfte im Scheibenstand die durchlöcherten Scheiben bekleben. Er durfte auch mit nach Hüningen zu Vergleichswettkämpfen. So wuchs er in den Schützenverein. Anfangs schoß er noch mit Ewald Brunners Gewehr. Eine Lederjacke (s. Foto) war seine Schützenkluft. Noch als Ehemann und Vater war es selbstverständlich, Sonntag vormittags zum Wettkampf zu fahren und nachmittags in Herten Fußball zu spielen (seine Frau schmunzelte in Erinnerung an diese Zeiten).

Die beiden Brunners betrachtet er als seine Ziehväter. Und Stolz und Hochachtung schwingt mit, als er daran erinnert, daß die Brunners (besonders Helmut, der Medizin-Techniker) die Scheibenwechselanlage und die Iris-Blende entwickelten. Später wurde ihr Name kaum noch damit in Verbindung gebracht.

Er erlebte Ewald Brunner als sehr guten Schützen; er erlebte die erste Teilnahme von Hertener Schützen an den Deutschen Meisterschaften, noch in Wiesbaden ( geschossen wurde noch auf einem amerikanischen Schießstand, übernachtet in Zelten). Ein Foto mit ihm als Jugendleiter und Trainer erinnert daran, daß Herten im Gewehrbereich über Jahre

die beste Juniorenmannschaft Südbadens stellte.

Eines ist ihm noch heute gegenwärtig: der Verein hat gebaut und gebaut. Verständlich, wenn man weiß, daß das Sportschießen in Herten ohne stabile materielle Grundlage begann. „Stabil“ ist wörtlich zu nehmen, denn Hertens erstes „Schützenhaus“ (entspricht dem heutigen KK-Gewehrstand) war wegen des schwankenden Holzfußbodens der Schrecken aller Schützen, die hier antreten mußten.

Weitere Erinnerungen folgten und andere Namen lebten auf. Aber das sind bereits neue Geschichten aus der Vereinsgeschichte.