Persönliche Erinnerungen nicht mehr aktiver Schützen
Joseph (Sepp) Kähny
Er war seit 1966 bei den Sportschützen in Rheinfelden, trat aber gelegentlich mit Herten beim Liegendschießen an. 1973 kam er mit beiden Winzers und den drei Pflügers zum SSV Herten.
1974 bis 1977 war er Mitglied des Vorstands. In diese Zeit fiel das
erste Schützenfest mit Talerschießen; es wurde ein großer Erfolg
wegen des Zuspruchs aus Herten und Umgebung und auch
wegen der Einnahmen für den Verein.
In seinen Vorstandsjahren war der Verein mehr Bau- als Schießverein. Als es um den Bau der Halle ging, wurde in der ersten außer-ordentlichen Mitgliederversammlung der Bau noch mit 29 von 36 Stimmen abgelehnt. Nach vier Wochen Einzelgesprächen mit den Mitgliedern wurde in einer erneuten Mitgliederversammlung der Bau dann doch beschlossen.
Bei der Nennung der einzelnen Phasen des Baus von der Beschaffung
bis zur Fertigstellung erinnerte sich Sepp jedes einzelnen Mitgliedes, das für den jeweiligen Bauabschnitt Verantwortung trug, der Namen der Helfer und jeder Firma, die für den Bau Leistungen erbrachte - allein diese Aufzählung wäre ein Beitrag für sich.
Bei dem damals noch seitlich offenen Stand mußte die heutige Abfahrt angelegt werden, um nicht das Training bei An- oder Abfahrt jedes Schützen unterbrechen zu müssen.
Es erfüllt Sepp Kähny noch heute mit Stolz, daß die Halle in Eigenleistung gebaut wurde und noch Geld übrig war für die noch fehlende Heizung und anstehende Leitungsarbeiten.
Mit Ende des Baus gab es eine allgemeine Müdigkeit im Verein: beschaffen, bauen, trainieren – das zehrte an der Substanz. Er stellte
an sich fest, daß er reizbarer geworden war, leichter die Beherrschung verlor und Mitglieder ungerecht zu behandeln begann. Das waren letztlich die Beweggründe, den Vorsitz des Vereins abzugeben.
Die Halle aber erfüllt noch heute ihren Zweck, allerdings wieder erweitert
und neuen Bedingungen entsprechend verändert.(hp)
Blick vom Eigenturm
